PROJEKTE

"Das Haus"

2005 fand eine Gruppenausstellung in einem leerstehenden Wohnhaus in Meißen statt. Das Gebäude wurde für die Dauer des Projekts vollständig von Künstlerinnen und Künstlern bespielt. Jede Person übernahm eine eigene Wohnung oder einen klar abgegrenzten Bereich und entwickelte daraus eine eigenständige Arbeit. Die künstlerischen Eingriffe reichten vom Keller bis in den Dachstuhl. Mit sehr unterschiedlichen Ansätzen wurden bestehende Räume verändert, ergänzt oder neu interpretiert. Architektur, Spuren früherer Nutzung und die Atmosphäre des Leerstands wurden dabei bewusst einbezogen und zum Teil selbst zum Material der Arbeiten. So entstand ein vielschichtiger Parcours durch das Haus, in dem sich individuelle künstlerische Positionen zu einem gemeinsamen räumlichen Erlebnis verbanden.

Group exhibition in Meissen

In 2005, a group exhibition took place in an abandoned residential building in Meißen. For the duration of the project, the entire house was occupied by artists. Each participant was assigned a separate apartment or clearly defined area and developed an independent artistic work within that space.The interventions extended from the basement to the attic. Using very different approaches, the existing rooms were altered, expanded, or reinterpreted. Architectural features, traces of former use, and the atmosphere of vacancy were consciously incorporated and, in some cases, became part of the artistic material itself. The result was a layered journey through the building, in which individual artistic positions merged into a shared spatial experience.

"Strandgänge" 

2001 fand das Projekt "Strandgänge" als Gruppenausstellung am Strand von Kühlungsborn an der Ostsee statt. Der öffentliche Strand wurde dabei zum Ausstellungsraum. Unterschiedliche künstlerische Installationen wurden direkt in Strandkörben realisiert, wobei jede Künstlerin und jeder Künstler einen eigenen Strandkorb gestaltete.Die Strandkörbe fungierten als individuelle, klar begrenzte Räume innerhalb der offenen Landschaft. Zwischen Badebetrieb, Spaziergängern und Meeresrauschen entstanden temporäre Arbeiten, die bewusst mit der Umgebung, dem Urlaubskontext und der informellen Situation am Strand arbeiteten. Ergänzend dazu gab es eine Aktion auf der Strandpromenade. Dort wurden siebgedruckte Postkarten mit historischen Motiven aus Kühlungsborn angeboten. Die Urlauberinnen und Urlauber konnten diese Karten vor Ort personalisieren: Ein kleines Polaroidfoto wurde aufgenommen und direkt in die Postkarte eingeklebt. So entstand ein individuelles Souvenir zwischen Erinnerung, Ort und persönlichem Moment.

 

In 2001, the project "Strandgänge" took place as a group exhibition on the beach of Kühlungsborn. The public beach itself became the exhibition space. Various artistic installations were realized directly inside beach chairs, with each artist designing one individual chair. The beach chairs functioned as clearly defined, personal spaces within the open landscape. Set among swimmers, walkers, and the sound of the sea, the temporary works deliberately engaged with their surroundings, the context of vacation, and the informal atmosphere of the beach.In addition, an action took place along the promenade. Screen-printed postcards featuring historical motifs of Kühlungsborn were offered to visitors. Holidaymakers could personalize the cards on site: a small Polaroid photograph was taken and directly inserted into the postcard. The result was a unique souvenir combining place, memory, and a personal moment.

Haus des Rundfunks

2016 entstand das Kunstprojekt "hierorts–andernorts" im Paternoster des Haus des Rundfunks. Der kontinuierlich fahrende Aufzug wurde dabei selbst zum Ausstellungsraum. Unterschiedliche Künstlerinnen und Künstler gestalteten jeweils eine einzelne Kabine des Paternosters. Jede Kabine wurde als eigenständiger, abgeschlossener Raum verstanden und individuell bespielt. Durch die Bewegung des Aufzugs entstanden fortlaufend wechselnde Blickachsen, kurze Begegnungen und fragmentarische Wahrnehmungen der Arbeiten.Das Projekt verband Ort und Bewegung, Stillstand und Übergang. Kunst erschien nicht als statische Präsentation, sondern als momenthafte Erfahrung im Vorübergehen  "hierorts und andernorts" zugleich.

in 2016, the art project hierorts–andernorts took place in the paternoster elevator of the Haus des Rundfunks. The continuously moving elevator itself became the exhibition space. Different artists each designed one individual elevator cabin. Every cabin was conceived as an independent, enclosed space and treated as a distinct artistic intervention. As the elevator moved, constantly shifting perspectives, brief encounters, and fragmented impressions of the works emerged. The project connected place and movement, stasis and transition. Art was experienced not as a static presentation, but as a fleeting, passing moment—here and elsewhere at the same time.

 

"Otto 2000" Katalog
Galerie Crystal Ball Berlin

"Otto 2000" war ein langfristig angelegtes Zeichenprojekt, das seinen Ausgangspunkt im OTTO-Katalog des Jahres 2000 nahm. Es entstanden insgesamt 200 Zeichnungen. In eschwarz weiss mit Tuschel zeichnete ich einzelne Doppelseiten und Seiten vollständig ab, inklusive Bilder, Typografie, Produktbeschreibungen und Preise. Die Motive stammen aus unterschiedlichen Bereichen des Katalogs: Mode, Teppiche, Haushaltswaren, Elektronik usw. Begonnen wurde das Projekt im Jahr 2000. In den folgenden Jahren ergänzte ich die Serie immer wieder um weitere Zeichnungen aus dem ursprünglichen Katalog. Dadurch entstand eine zeitlich verschobene Auseinandersetzung mit einem Moment des Konsums, der ursprünglich auf Aktualität und Austauschbarkeit angelegt war. 2015 wurden die Arbeiten in der Galerie Crystal Ball in Berlin ausgestellt. Für die Ausstellung wurden die Zeichnungen kopiert und als Tapete an eine Wand geklebt. Die Zeichnungen verwandelten sich dadurch von einzelnen Blättern in eine ornamentale, serielle Oberfläche  eine  gezeichnete Konsumlandschaft.Ergänzend entstand ein vollständig gezeichneter Otto-Katalog, der alle Zeichnungen versammelte. Zwischen den Seiten befanden sich bewusst leere Flächen, die Besucherinnen und Besucher selbst gestalten konnten. Der Katalog  wurde so vom abgeschlossenen Archiv zum offenen, fortschreibbaren Objekt.

"Otto 2000" is a long-term drawing project that originated from the OTTO catalogue of the year 2000. From this catalogue, a total of 200 drawings were created. Working in blach and white with ink,  I redrew complete pages of the catalogue, including images, typography, product descriptions, and prices. The motifs were taken from various sections such as fashion, carpets, household goods, electronics and so on. The project began in 2000 and was expanded over the following years with additional drawings from the original catalogue. This created a delayed engagement with a moment of consumer culture that was originally designed to be current and disposable. In 2015, the works were exhibited at the Galerie Crystal Ball in Berlin. For the exhibition, the drawings were reproduced and installed as wallpaper, covering a wall completely. The individual drawings were transformed into a serial, ornamental surface an immersive, drawn consumer landscape. In addition, a fully drawn Otto catalogue was produced, compiling all drawings. Blank pages were intentionally inserted, inviting visitors to add their own drawings. In this way, the catalogue shifted from a closed archive into an open, participatory object.

Naturkunde Museum Berlin

2006 erhielt ich gemeinsam mit Kathrin Schittkowski die Möglichkeit, in den nicht öffentlich zugänglichen Sammlungsräumen des Naturkundemuseums Berlin zu arbeiten. Während Kathrin Schittkowski in den Räumen der Sammlung fotografierte, zeichnete ich Objekte, Präparate und wissenschaftliche Sammlungsstücke aus unterschiedlichen Zeiten.

Neben den einzelnen Objekten rückten vor allem die Räume selbst in den Fokus: Arbeits- und Lagerräume, Übergangszonen, Spuren von Nutzung und Ordnungssystemen. Die vorgefundenen Situationen erzählten von Vergänglichkeit, Wissen und Konservierung und entwickelten einen stillen, leicht morbiden Charme, der die Arbeiten bis heute prägt.

Collection Museum für Naturkunde Berlin 

With over 30 million objects, the Museum für Naturkunde Berlin houses the largest natural history collection in Germany.  The objects have been collected since the early 18th century and have often been collected by important scientists such as Alexander von Humboldt, Charles Darwin or Adalbert von Chamisso. 

In 2006, I was given the opportunity, together with Kathrin Schittkowski, to work in the non-public collection spaces of the Museum für Naturkunde Berlin. While Kathrin Schittkowski photographed the rooms of the collection, I drew objects, specimens, and scientific collection items from different periods. Beyond the individual objects, the spaces themselves became a central focus: work and storage rooms, transitional areas, traces of use, and systems of order. The situations we encountered spoke of knowledge, preservation, and transience, and developed a quiet, subtly morbid atmosphere that continues to inform the work.

 

Sommerfrische 
Wusterhausen Dosse, 2024

Eine vergilbte Postkarte, zeigt den alten Bahnhof in Wusterhausen. In alten Lettern steht darauf: SOMMERFRISCHE. Dieses Fundstück wurde zum Ausgangspunkt und Titel des Projekts.Sechs Künstlerinnen aus den Landkreisen Ostprignitz-Ruppin und Prignitz Ellen Mäder-Gutz, Katja Martin, Katrin Mason Brown, Katja Pfeifer, Tamara Trölsch und Franziska Zänker  haben Entwürfe entwickelt, die Erinnerungen, Erwartungen und Bilder von Landschaft, Aufenthalt und Durchreise aufgreifen. Ihre Arbeiten laden zur Vorfreude ein und spielen mit dem Blick auf einen Ort, der lange vom Kommen und Gehen geprägt war. Seit Oktober 2024 sind die Arbeiten großformatig an sechs Fenstern des leerstehenden Bahnhofsgebäudes von 1887 in Wusterhausen/Dosse zu sehen sein. Wer aus der Stadt kommt, läuft förmlich auf sie zu: Die Bilder tauchen im Vorübergehen auf, begleiten den Weg und verwandeln das historische Gebäude für einen Moment in einen offenen Ausstellungsraum. (Wegemuseum on Tour)

 


 Summer sojourn

A yellowed postcard, shows the old railway staiton in Wusterhausen Dosse (Brandenburg). Printed in old type it reads: SOMMERFRISCHE. This found image became both the starting point and the title of the project. Six artists from the districts of Ostprignitz-Ruppin and Prignitz – Ellen Mäder-Gutz, Katja Martin, Katrin Mason Brown, Katja Pfeifer, Tamara Trölsch and Franziska Zänker – developed works that reflect memories, expectations and images of landscape, travel and temporary stay. Their designs evoke anticipation and play with the idea of a place shaped by arrival and departure. In October, the works will be presented on a large scale in six windows of the vacant railway station building from 1887 in Wusterhausen/Dosse. Approaching from the town, one almost walks straight toward them: the images appear in passing, accompany the way, and for a moment transform the historic station into an open exhibition space.

 

Wir benötigen Ihre Zustimmung zum Laden der Übersetzungen

Wir nutzen einen Drittanbieter-Service, um den Inhalt der Website zu übersetzen, der möglicherweise Daten über Ihre Aktivitäten sammelt. Bitte überprüfen Sie die Details in der Datenschutzerklärung und akzeptieren Sie den Dienst, um die Übersetzungen zu sehen.